Gold bei U21-LM für Lara und Mitschi

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dam Nausen. Mit Schärpen, Schleifen und Medaillen kann Lara Hahlbohm aus Nausen mehr als ein Zimmer dekorieren. Voltigieren, Reiten und auch Fahren. Da ist sie am erfolgreichsten. Im Juli ist sie in Driftsethe (Landkreis Cuxhaven) mit Midnight zum zweiten Mal Landesmeisterin der U21-Fahrer geworden. Lara, Pferd und Vater Jörg machten ihre Sache richtig gut. Von 20 Gespannen wurden sie im Endklassement Dritte. Nach einer durchschnittlichen Dressur mit einer Wertnote von 6,5 lag die 19-Jährige vor der dritten Disziplin der Komibiwertung, dem Kegelfahren, auf Rang drei der U21-Landesmeisterschaft.

„Ich konnte alles riskieren“, sagte sie, „schließlich konnte ich ja nur besser werden.“ Es gelang. Mit der einzigen fehlerfreien Runde in der U21-Konkurrenz und Platz zwei im Gesamtklassement holte sich Lara Hahlbohm den Landesmeistertitel der Einspänner. Zum zweiten Mal nach 2013. Bronze (2011) und Silber (2014) hat sein auch schon eingefahren. Und das immer mit Midnight, dem zwölfjährigen Sachsen-Anhaltiner aus dem Besitz von Jacob de Mol aus Karwitz.

Zum sechsten Mal in Folge hat Lara Hahlbohm mit dem kleinen Fuchs an der Meisterschaft teilgenommen und weiß, dass sie nur so gut sein kann, weil Mitschi und Co. mit Eifer dabei sind. „Ohne die Pferde wäre das nicht möglich.“ Lara hat am Wochenende auch den vierjährigen Monty, einen Halbbruder von Midnight, in einer Fahreignung vorgestellt. „Das hat er gut gemacht“, war sie mit dem Nachwuchspferd zufrieden.

Wenn sie über ihr Meisterschaftspferd spricht, dann bekommt sie leuchtende Augen und gerät ins Schwärmen: „Mitschi ist ein Kämpfer, auf jeden Fall im Gelände. Da zieht er immer, da kann der Boden noch so tief sein.“ Und mit einem Schmunzeln ergänzt sie: „Dressur – da ist er eher Mitarbeiter, weil es ihm nicht so viel Spaß macht.“ Springen macht dem Fuchs auch Spaß, Lara sattelt ihn auf Reitturnieren in A-Springen.

Schon seit einigen Jahren ist Lara Hahlbohm in der Fördergruppe U20 Fahren des Pferdesportverbandes Hannover. Zum Aufstieg ins nächst höhere Kader (D2) fehlt ihr bisher eines: eine Platzierung in einer Kombiwertung der Klasse M. „Das ist mein großes Ziel“, berichtet sie.

Text und Foto: Daniela Muchow

Platz Fünf bei Goldener Schärpe

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Die Goldene Schärpe war dieses Mal fast zum Greifen nah: Theresa Rumfeld (RFV Dannenberg) aus Fließau hat bei ihrer zweiten Teilnahme am Bundesnachwuchswettbewerb der Vielseitigkeitsreiter mit der Stute Clara Concilia den fünften Platz belegt. Das ist ein überaus toller Erfolg, den die Jugendliche nach nach Rang 28 in 2015 am Wochenende im bayrischen Kreuth feiern durfte. Wohl noch nie war ein Aktiver aus Lüchow-Dannenberg bei der Goldenen Schärpe so weit vorne, außerdem war die Schülerin Beste des Teams Hannover, das zwei Mannschaften am Start hatte. Hannover II wurde Siebter, Hannover I, das Team, dem Rumfeld angehörte, wurde Zehnter.


In dem Wettkampf misst sich die Elite der
Jugendlichen im Vielseitigkeitssport. Insgesamt 76 Paare aus ganz Deutschland reisten nach Kreuth. "Donnerstag diente der Akklimatisierung von Reiter und Pferd“, informierte Vater Heiko Rumfeld, der Reiterin und Pferd die 544 Kilometer bis zum Wettkampfort fuhr. Familie Rumfeld war zum dritten Mal in Folge bei diesem Jugendchampionat. Die 16-jährige Karina war dabei 2014 mit dem dunkelbraunen Carlsson, ein heute 14-Jähriger von Contendro-Amerigo Vespucci xx aus der Zucht der Familie, 19. geworden. Auch die braune Stute Clara Concilia von Crazy Classic-Freison, ebenfalls 14-jährig, wurde von Heiko Rumfeld gezogen. Bisher konnten sich aus den Reihen des RFV Dannenberg nur die Rumfeld-Schwestern für die Schärpe qualifizieren.

Freitag bis Sonntag wurden die Disziplinen absolviert.  69 Teilnehmer beendeten den Wettbewerb mit Fitnesstest für Reiter, Theorie, Vormustern, Dressur, Geländeritt und Springen.
Theresa Rumfeld hat das ihr selbstgestecktes Ziel erreicht. Sie wollte sich unter den ersten Zehn platzieren. Dank ihrer durchgehend sehr guten Einzelnoten in Dressur (7,2), Gelände (8,4), Springen (8,4), Theorie (8,5) und Vormustern (8,5) durfte sich die junge Amazone über die rot Schleife freuen. 121,4 Punkte standen am Ende auf dem Konto. Gewonnen wurde diese kleine Deutsche Meisterschaft von Jule Krüger (Landesverband Hamburg) mit 129,2 Punkten.

Die Fließauerin durfte neben ihrer guten Platzierung noch mit einem Sonderehrenpreis nach Haus fahren: Clara Concilia war das am besten herausgebrachte Pferd beim Vormustern.

Text Daniela Muchow/Foto Heiko Rumfeld

Erster Sieg im M*-Springen für Friederike

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Bei den Dannenberger Reitertagen im vergangenen September absolvierte Friederike Fischer (RFV Dannenberg) eines ihrer ersten M*-Springen. Da ging es zunächst noch ums „gut Durchkommen“. Nun hat die amtierende Bezirksmeisterin der Junioren mit ihrer elfjährigen Stute Valenzia in Scharnebeck ihren ersten Sieg in einem M*-Stilspringen gefeiert. Wertnote: 8,5 „Das war so unglaublich“, berichtete die 19-Jährige. Vor allem auch, weil sie am Vortag mit 8,2 bereits ein L-Stilspringen auf der Anlage am Schiffshebewerk gewonnen hatte. „Schließlich werden die Karten jeden Tag neu gemischt.“

Und jedes Mal war es eine extrem starke Konkurrenz. Bei den Scharnebecker Reitertagen trat die Nachwuchselite Norddeutschlands an. Viele waren auch aus Schleswig-Holstein angereist. Einige der Reiter, die die Breselenzerin stilistisch ausstechen konnten, starteten bei dem viertägigen Turnier auf Drei-Sterne-Niveau in noch höheren Prüfungen.

Ihre erste M-Platzierung hat Friederike Fischer am Wochenende zuvor in Jesteburg verzeichnet. Da wurde sie im M*-Stilspringen, das gleichzeitig die erste Qualifikation zum Hermann-Schridde-Gedächtnispreis 2016 war, Dritte. Die ersten Zwei empfahlen sich für die Finalrunde bei der VER-Dinale in Verden im Frühjahr 2017. Friederike Fischer war dennoch sehr zufrieden und möchte bei der Qualifikation Ende Juni in Vorsfelde einen neuen Versuch starten. Die Breselenzerin braucht sich mit dieser Leistung auch nicht verstecken. Direkt vor ihr war Sophie Hinners platziert. Und diese konnte 2015 in Scharnebeck den Großen Preis, ein S**-Springen, für sich entscheiden.

Direkt eine Woche später gewann Friederike mit ihrer Stute in Brietlingen ebenfalls ein M*-Stilspringen. Und in Clenze Anfang Juni wurde sie im M*-Stechen mit Springen großartige Sechste.


Text und Foto: Daniela Muchow

Sieg im Kreispokalspringen

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Sie hätten es verdient. Und es hätte etwas werden können. Doch: Mit "hätte" ist das im Sport ja so eine Sache. Aber die vier Reiterinnen des Reit- und Fahrvereins Lucie haben beim Kreispokalspringen im Dannenberger Hermann-Stolte-Stadion wirklich sehr gute Leistungen gezeigt. Ursula Herbst-Bürkner, Catharina Schulze, Wiebke Kaiser und Lexa Porth blieben im zweiten Umlauf des A*-Springens, bei dem ein Hindernis hinzugekommen und die Sprünge erhöht worden waren, alle fehlerfrei. Dennoch mussten diese Reiterinnen einer Mannschaft aus Dannenberg den Vortritt und damit den Wanderpokal überlassen.

Das Team Dannenberg II mit Ramona Körner, Lara Hahlbohm, Miriel Wollmann und Katrin Burmester (auf dem Foto von links) war in beiden Umläufen zwar nicht insgesamt fehlerfrei, aber nach Abzug des Streichergebnisses. Im ersten Umlauf war dies Wollmann mit acht Fehlerpunkten, in der zweiten Runde Katrin Burmester mit vier. So konnte dieses Quartett als einziges Team mit null Fehlern den Sieg feiern, ein Stechen wegen Punktgleichheit war in diesem Jahr nicht notwendig. Die Freude war auch noch aus einem anderen Grund riesig: Alle vier Reiterinnen haben zum ersten Platz eins beim Kreispokalspringen belegt.

Damit wird der RFV Dannenberg auch im kommenden Jahr den Vergleichwettkampf der Vereine ausrichten. "Das freut uns natürlich sehr", erklärte dessen Vorsitzender Jörg-Ulrich Stute. Er freute sich, dass das Kreispokalspringen am Nachmittag viel Aufmerksamkeit erhielt und "zahlreiche Zuschauer das Geschehen auf dem Hauptplatz verfolgten". Der Regionaltag Reiten war ab morgens auf drei Plätzen gelaufen, so dass nachmittags nur noch der Vereinswettkampf ausgetragen wurde. Vermutlich wird das Kreispokalspringen 2017 auch im Hermann-Stolte-Stadion ausgerichtet. Der Termin steht aber noch nicht fest.

Insgesamt nahmen acht Teams am Pokalspringen teil. Neben Dannenberg, Clenze und Lucie hatten Trebel und Hitzacker jeweils eine Mannschaft entsendet.

Text und Foto: Daniela Muchow

Regionaltag Reiter und Fahren

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Als „entspannt und familiär“ bezeichnete Jörg-Ulrich Stute, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Dannenberg, das kleine Turnierwochenende Anfang Mai. Wie immer wurden ein Fahrer- und ein Reitertag im Hermann-Stolte-Stadion ausgerichtet.

Am Sonnabend verzeichnete der RFV mit zehn Gespannen eine gute Beteiligung. „Das Teilnehmerfeld hatten eine erfreuliche Altersstruktur“, so Stute. Mit Isabell Winterhoff (RFV Lemgow) und Emilie Nagel (RFV Wendland) waren auch zwei ganz junge Juniorinnen am Start gewesen. Und dies mit Erfolg: Emilie Nagel gewann den Dressurwettbewerb der Einspänner, Isabell Winterhoff den der Zweispänner sowie das Hindernisfahren mit zwei Pferden. In der Klasse A siegte Juniorin Lara Hahlbohm (RFV Dannenberg) sowohl in der Dressur als auch beim Hindernisfahren. Bei den Zweispännern blieben die alten Hasen vom RFV Lemgow unter sich: Sieg in der Dressur für Jürgen Winterhoff, Sieg im Hindernisfahren für Dietmar Bohlmann.

Eine entspannte Atmosphäre genossen Reiter und Zuschauer auch beim Reitertag am Sonntagvormittag. Elf Wettbewerbe wurden auf drei Plätzen ausgetragen. Dabei konnten sich folgende hiesige Reiter über Siege freuen: Mara Wietig (RFV Dannenberg) im Dressurreiter-Wettbewerb sowie im Springreiter-Wettbewerb, Isabell Harre (RFV Clenze) im Dressurwettbewerb der Klasse E, Karina Rumfeld (RFV Dannenberg) im Dressurwettbewerb der Klasse A und Sarah Krüger (RFV Clenze) im A-Stilspringen. Bei den jüngeren Reitern gewannen Hanna Griese und Cora Sauer jeweils eine Abteilung der Führzügelklasse sowie Nele Stahlbock, Thora Luise Schreiner, Anna Stoedter, Inken-Mathea Gausmann und Marie Timmermann eine Abteilung des Reiter-Wettbewerbs. Alle Mädchen sind für den RFV Dannenberg am Start gewesen.