Kreismeistergold für Brilmayer und Heiseke - Sieg im Mannschaftsspringen

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Lüchow. Auch in diesem Jahr konnten Dannenberger Reiter bei den Kreismeisterschaften in Lüchow Medaillen abräumen: Alice Brilmayer holte sich erstmals den Titel bei den Springreitern. Monika Heiseke gewann den Titel bei den Dressurreitern.
Silber ging im Vierreck an Simone Paartz, die in den Vorjahren Gold mit nach Hause genommen hat und nun einmal Monika den Vortritt ließ. Dabei wäre diese am Finaltag wegen des Wetters fast zu Hause geblieben: "Heute Morgen war ich komplett durchweicht. Ich hatte überlegt, gar nicht mehr zu kommen. Aber es hat sich gelohnt. Kreismeister war ich schon lange nicht mehr", freute sie sich.
Die Meisterschaft im Springreiten machten übrigens unsere Reiter unter sich aus. Neben Gold an Alice ging Silber an Stefan Schütte und Bronze an Marlies Struck.
Bei den Nachwuchsreitern konnte sich Caja Wohlfeil Silber sichern, Lina-Sophie Lüth Bronze bei den Dressurjunioren.
Außerdem holte sich unser Springteam den Titel im Mannschaftswettbewerb. Dort ritten: Nanette Kaiser, Karina Rumfeld, Lea-Marie Tapper und Josefina Burmester.
Wir gratulieren allen herzlich zu ihren Medaillen!

Alice Brilmayer (l.) und Monika Heiseke (3. v. l.) holten sich in diesem Jahr den Kreismeistertitel im Springen bzw. in der Dressur.

Text: Daniela Muchow/Andrea Beckmann/Foto: Andrea Beckmann

Aachen ist das Ziel

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Newcomer der Reitschule qualifizieren sich fürs Ü-35-Finale

„Der Teamgeist war toll. Das Üben vorher hat dazu auch viel beigetragen. Wo hat man das noch in unserem Alter?“ Hinter Nicole Henke-Büdenbender liegen vier aufregende Stunden, aber nun kann sie entspannt lächeln. Die 43-Jährige hat ihren ersten pferdesportlichen Wettbewerb erfolgreich über die Bühne gebracht und freut sich gemeinsam mit Michael Schulz und Christian Lang über den Sieg in der Dannenberger Qualifikation des PM-Cups für Ü-35-Newcomer.

Sie ist schon eine recht routinierte Reiterin, hat aber wegen Studium, Beruf und Kinder wie viele Frauen längere Pausen eingelegt, ist vor einigen Wochen wieder in den Sattel gestiegen und nimmt seither Unterricht in der Reitschule Dannenberg. Ihre Teamkollegen lernten dort sogar erst im Erwachsenenalter den Umgang mit dem Pferd, wie Mannschaftsführerin Nanette Kaiser während der Reitaufgabe in der Halle informierte. Damit sind Schulz und Lang genau die Zielgruppe dieses neuen Wettbewerbs der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und ihrer Persönlichen Mitglieder (PM), der den bekannten Schulpferdecup ergänzt.

In der Halle zeigten die Newcomer das Reiten in den drei Grundgangarten. Bewertet wurden von Richterin Constanze Neumann und Susanne Schulz der Sitz, die Einwirkung und die Gymnastizierung der Pferdes. Im Anschluss folgte noch eine kurze Theorieprüfung. Außerdem gehört zu dem Wettbewerb der Umgang mit dem Pferd sowie Wissen zu Pflege und Ausrüstung. So startete der Wettkampf damit, dass jeweils einer des Trios das Pferd an der Hand in der Halle vorstellte, einer das Tier aus der Box holte und vorbereitete und einer Auskunft zur Ausrüstung gab.

Das Team der Reitschule Dannenberg sammelte mit 77,3 die meisten Punkte vor der Stallgemeinschaft Winterhoff aus dem Lemgow, die von Janine Nagel vorgestellt wurde. Das Team wurde mit 73,1 Punkten Zweiter. Auf Platz drei landete mit 71,2 Punkten das Team des Reit- und Fahrvereins Dannenberg, bestehend aus Angela Behr, Olaf Schöllhorn und Sandra Gausmann.

Die Siegermannschaft der Reitschule Dannenberg hat nun viel vor: Ziel ist Aachen. Denn: Eine Reise zur Europameisterschaft im kommenden Jahr im Wert von 1000 Euro ist der Preis für das Finalgewinnerteam. Dieses wird in Warendorf unter den Siegern der drei Qualifikationen, die neben Dannenberg in Neumünster (S-H) und Münster (NRW) ausgetragen werden, ermittelt.

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Text/Foto: Daniela Muchow

Karina Rumfeld im Team Hannover

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Dannenbergerin wird 19. bei der „Goldenen Schärpe 2014“

Auch wenn es bei der Premiere noch nicht zu einem Platz vorne gereicht hat: Karina Rumfeld (RFV Dannenberg) hat sich zu ihrem 15. Geburtstag am 10. Juli so etwas wie ein vorzeitiges Geschenk gemacht: Sie wurde in Westerstede bei der „Goldenen Schärpe“ 19. von knapp 90 Startern. Und ist die erste Dannenbergerin bei diesem Bundeswettbewerb.
Dem waren gute Leistungen in den Sichtungswettbewerben in Warmeloh, Langenhagen und Beedenbostel vorangegangen, so dass Landestrainer Claus Erhorn die Schülerin aus Fließau in das zweite Team des Pferdesportverbandes Hannover berufen hatte. Karina schloss den Wettbewerb, der fünf Disziplinen sowie einen Sporttest (Zwei-Kilometer-Lauf) umfasst, als Drittbeste der insgesamt elf Hannoveranern ab.
„Wir waren super zufrieden“, berichtet Mutter Andrea. Kein Wunder: Karina zeigte über die drei Tage konstante Leistungen. So erhielt sie in der Theorie eine 8,5, im Vormustern ihres Pferdes Carlsson eine 7,5. Dieser ist übrigens ein zwölfjähriger Wallach von Contendro-Amerigo Vespucci xx-Graphit aus der Zucht der Familie Rumfeld. Dieser Bundeswettkampf, der auf einem anspruchsvollem E-Niveau ausgetragen wird, war für beide eine Premiere. Im Gelände erhielt das Paar von den Richtern eine Wertnote von 7,3. Cross-Country ist normalerweise die stärkste Disziplin der 15-Jährigen und ihrem Rappen. Aber bei dem technisch sehr anspruchsvollen Kurs ging die Reiterin lieber etwas mehr auf Sicherheit, da vor ihr schon mehrere Reiter nach Stürzen ausgeschieden waren. Dafür hatte sie am ersten Wettkampftag mit einer 7,8 die beste Dressurnote ihres Teams erritten. Ebenfalls mit der besten Note in ihrer Mannschaft, einer 7,4, schloss die Fließauerin, die erst seit 2013 Vielseitigkeit reitet, das Springen ab.
Wir gratulieren herzlich!

Text Daniela Muchow/Foto Rainer Büldt

Schwergewichte geben Gas

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Theo Wickmann auf Platz drei bei „Titanen der Rennbahn“

Dass Jockeys gewogen werden, das kennt man. Bei „Titanen der Rennbahn“ in Brück kommen aber nicht Reiter oder Fahrer, sondern die vierbeinigen Teilnehmer auf die Wagge. Um die Kaltblutpferde dieses Spektakels, das jährlich bis zu 25000 Zuschauer anzieht, in die „leichte“ und „schwere“ Klasse einzuteilen.
Die „Dicken“ von unserem Vereinsmitglied Theo Wickmann gehören in die schwere Klasse. Zum zehnten Mal in Folge startete der Wustrower bei der Kaltblutveranstaltung schlechthin in Brandenburg, nahm sechs Pferde mit, die verschiedene Prüfungen in unterschiedlichen Anspannungen, auch mit weiteren Fahrern, absolvierten. Unterstützt wird Wickmann, Chef der LeBe-Mechau, dabei von seinen Mitarbeitern und den Bewohnern, die als Beifahrer und Betreuer für die Tiere fungieren. „Sie machen den Hauptteil des Teams aus“, betont der passionierte Fahrer.
Wickmann spannte für das Hindernisfahren (bestehend aus Kegelfahren und Geländehindernisse) sowie das Rennen jeweils Eddy, Lümmel, Linus und Teddy an. Zwar blieb er beim Hindernisfahren fehlerfrei, musste aber durch seine bedachte und präzise Fahrweise noch der Konkurrenz den Vortritt lassen und rangierte im Endklassement auf Platz acht. Dabei kann der Wustrower auch richtig Gas geben, wie das Ergebnis im Rennen der Vierspänner über 450 Meter zeigt: Dort wurde er, wie im Vorjahr, Dritter.

Text Daniela Muchow/Foto Bernd-Bruno Meyer

Sicheres Tempo bringt den Sieg

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Marlies Struck gewinnt erstes M**-Springen
 
 „Das ist unglaublich.“ Marlies Struck (RFV Dannenberg) konnte es auch ein paar Tage nach ihrem grandiosen Erfolg auf dem Turnier in Suhlendorf Mitte Juni noch nicht fassen, was für ein Glanzstück ihr und Stute Angel's Kiss gelungen ist. Das Paar aus Groß Gusborn gewann das M**-Springen mit Siegerrunde. Erstmals konnte Marlies Struck in einem Springen dieser Kategorie die Ehrenrunde anführen. „Ich bin das ja noch gar nicht so oft geritten“, erklärte sie.
Dabei blieb das Paar als einziges in der Siegerrunde, für die sich sieben Teilnehmer qualifiziert hatten, fehlerfrei. „Ich wollte auf Null reiten“. Dafür wählte sie ein sicheres Tempo. In 46.08 Sekunden absolvierte Struck den Stechkurs. Zugegeben: Das war der langsamste Ritt. Da aber alle anderen „auf Sieg reiten wollten“, gingen diese ein höheres Risiko in Kauf, das zu Abwürfen führte. So auch bei Anna-Lena Schulze (RFV Lucie) und Lemon, die mit vier Fehlern Zweite wurde. 39.65 Sekunden benötigte Schulz für die Tour, das war der schnellste Ritt in der Endrunde.

Foto: C. Ehlert/Archiv Elbe-Jeetzel-Zeitung

Foto: C. Ehlert/Archiv Elbe-Jeetzel-Zeitung