Chance ergriffen

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Tabea Jungmeister ist neue Fähe

Dannenberg. „Auch in diesem Jahr ist es kein Rüde geworden. Aber es waren ja auch verdammt wenig Rüden dabei“, bemerkte Jörg-Ulrich Stute, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Dannenberg, als er die alten und neuen Fähen zur abschließenden Kaffeetafel in der Reitschule Dannenberg begrüßte. Gerade einmal drei Herren hatten sich in den beiden Feldern mit insgesamt 30 Reitern befunden und waren bei der Hatz nicht wirklich zum Zuge gekommen. Dafür sicherte sich Linus Weiß den ersten Preis für die meisten gesammelten Fähnchen vor Anna Ellerhausen und Marie Elisa Schreiner.

Die neue Würdenträgerin ist mit Tabea Jungmeister aus Seybruch erneut eine recht Junge. Die 23-Jährige konnte ihrer Vorgängerin Josefina Burmester (16 Jahre) aus Hitzacker nach längerem Spektakel, das erneut mehr als hundert Gäste verfolgten, die Lunte von der linken Schulter reißen. „Damit gerechnet habe ich nicht“, erklärte Jungmeister. Für sie und ihre Stute Fenja war es die erste Jagd überhaupt, „und ich bin stolz, dass dies so gut geklappt hat“. Stolz war auch Caja Wohlfeil (12 Jahre) aus Dannenberg. Sie sicherte sich die Würde des Ponyfuchses. „Zuerst wollte ich ja. Dann eigentlich nicht mehr. Und dann war ich irgendwie dran“, berichtete die junge Fähe.

Wie die abschließenden Hatz hatte sich die gesamte Fuchsjagd den Zuschauern präsentiert: ohne Hektik und sehr diszipliniert. „Beide Felder verdienen einen Applaus, wie harmonisch es abgelaufen ist“, betonte Vorsitzender Stute. Es war bei dem knapp 20 Kilometer langen Ritt lediglich zu einem Zwischenfall gekommen. Aber das entlaufene Pferd konnte eingefangen werden, die heruntergefallene Reiterin kam mit dem Schrecken davon. „Ich fand, es war ein sehr schöner Jagdtag“, erklärte Jugendfähe Caja Wohlfeil und erntete damit durchweg Zustimmung.

Tabea Jungmeister (2.v.r.) ist die neue Fähre des RFV Dannenberg. Sie ist nachfolgerin von Josefina Burmester (r.). Neue Jugendfähe wurde Caja Wohlfeil (l.). Sie entriss Lea Marie Tapper die Lunte.

Tabea Jungmeister (2.v.r.) ist die neue Fähre des RFV Dannenberg. Sie ist nachfolgerin von Josefina Burmester (r.). Neue Jugendfähe wurde Caja Wohlfeil (l.). Sie entriss Lea Marie Tapper die Lunte.

Gold für die Schreiner-Schwestern

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Geländereitertag in der Reitschule Dannenberg
dam Dannenberg. Baumstämme, Buschhürden, aufblasbare Krokodile und Enten im Teich – optisch war es für die Geländereiterreiterwettbewerbe in der Reitschule Dannenberg wie bei einer Sterne-Vielseitigkeit hergerichtet worden. „Dabei aber alles im kleinen Rahmen“, betonte Jacob de Mol am Einheitstag. Der zweite Vorsitzende des Kreisreiterverbandes hatte gemeinsam mit Hartmut Tüngerthal die Ritter der Nachwuchsvielseitigkeitsreiter bewertet. Und kam zu dem Schluss: „Es gab keine großen Probleme. Alle sind gut durchgekommen.“
Bis zu 80 Zentimeter waren die Hindernisse hoch. Deren Überwältigen war für die Kinder und Jugendlichen Saisonabschluss und Ansporn zugleich, im kommenden Jahr bei offiziellen Turnieren zu starten, war sich de Mol sicher.Vier Wettbewerbe wurden ausgetragen. „Wir haben festgestellt, dass weniger mehr ist“, erklärte Christa Westermann von der Reitschule Dannenberg. Auf Dressur und Springen an diesem Tag zu verzichten, hätte für einen entspannten und ruhigen Ablauf bei Aktiven und Helfern gesorgt.
Die Abteilung der Reiter Leistungsklasse 6 gewann Marie Elise Schreiner mit Roxana (Wertnote 7,0) vor Dina Fiedler mit Philippo (6,9, beide RFV Dannenberg) und Mathilda Jacobs (RFV Trebel) mit Momme, die eine 6,7 erhalten hatte. Über eine 8,0 durfte sich die Siegerin in der Leistungsklasse 0 freuen: die Dannenbergerin Lilja Wohlfeil mit Do it. Auf den Plätzen folgten Anna Ellerhausen (RFV Gartow) mit Nicoletto (7,2) und Rebana Voss (RFV Dannenberg) mit Bella (6,7). In der Gruppe der Ü-40-Reiter waren mit Birgit Meyer-Thaut (RFV Dahlenburg) und Christine Seegebarth (RFV Dannenberg) lediglich zwei Teilnehmer am Start gewesen.
Dafür gingen in die Cross-Country-Führzügelklasse 15 Kinder. „Diese sind auch schon einen kleinen Parcours gegangen. Dabei haben wir Sitz, Haltung und Herausgebrachtsein des Paares bewertet“, so Jacob de Mol. Zwei Teilnehmerinnen gefielen den Richtern besonders, Thora Elise Schreiner (RFV Dannenberg) und Linn Niemann (RFV Lübtheen-Garlitz). Die Mädchen bekamen goldene Schleifen, die weiteren Teilnehmer blieben ohne Wertnote, erhielten aber alle einen Kommentar.

Milse und Angie fliegen zum Platz Vier im S*-Springen

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Alice Brilmayer gewinnt M*-Punktespringen

Lüneburg-Hagen. Unsere Amazonen sind zwei Wochen vor den Dannenberger Reitertagen weiter auf Erfolgskurs. Alice Brilmayer hat mit Dream a little Dream eine Abteilung des Punktespringens der Klasse M* beim Tunier in Lüneburg-Hagen gewonnen. Als einizige hatte sie zwischen zwei Sprüngen in dem von Klaus-Peter Klein gestalteten Kurs eine Abkürzung genommen und sich so den entscheidenden zeitlichen Vorsprung vor der Konkurrenz gesichert. "Erst landen, dann lenken", schmunzelte sie später über ihren blitzschnellen Coup, bei dem sie aber den Tipp von Trainer Heinfried Simon beherzigt hatte, um Hindernisfehler zu vermeiden.
Grandios war später auch der Auftritt von Marlies "Milse" Struck (Foto): Sie flog mit Angel's Kiss zu Platz vier im Großen Preis von Hagen. „Ich kann heute bestimmt gar nicht schlafen“, sagte sie danach. Das war einfach zu aufregend gewesen, um die Anspannung einfach so herunterzufahren. Denn die Reiterin aus Groß Gusborn und ihre Stute konnten bei ihrem zweiten S*-Springen überhaupt eine Topleistung abrufen. Mit einer sauberen Runde im Umlauf hatte sich Marlies Struck für das Finale der besten sechs Paare qualifiziert, um dort noch einmal einen Nullfehlerritt hinzulegen. Freitag hatte sie sich bereits mit einer fehlerfreien Runde im M*-Springen ebenfalls einen vierten Platz gesichert.
Wir freuen uns über die Leistungen und gratulieren herzlich!!!


Text und Foto: Daniela Muchow

Springteam holt sich Sieg

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Marie Elisa Schreiner beste Jugendliche des KRV in Bockleben

Bockleben. Oh mein Gott. War das spannend. "Richtig aufregend", bestätigt Nanette Kaiser. Unsere Springmannschaft (Lara Hahlbohm, Lea Marie Tepper, Josefine Burmester und Nanette Kaiser) hat beim Turnier des RFV Lemgow in Bockleben die Redewendung "Die Letzten werden die Ersten sein" voll ausgeritten. Denn: Vor dem letzten Reiter lag das Amazonenkleeblatt an letzter Stelle in der Konkurrenz von fünf Teams. Nanette und Catjuscha waren das Paar, mit dem die Prüfung beendet wurde. Die Nerven hielten. "Ich bin die schnellste Zeit geritten", berichtet sie. Und null. Damit wurden die Fehler von Lara zum Streichergebnis und die Mannschaft gewann - mit vier Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz. In der Woche zuvor war die Mannschaft bereits mit einem fehlerfreien Ergebnis Dritter in Nahrendorf geworden.
Gute Platzierungen gab es für unsere Reiter in Bockleben mehrfach: Jan Steffen wurde mit Flori G Vierter in der Eignung und Dritter im Stilgeländeritt der Klasse A*, Stefan Schütte mit Esmeralda Dritter im Glücksspringen der Klasse L, Imai von Blottnitz Dritte mit Destino in der L-Dressur auf Trense. Siegerin in der Eignungsprüfung wurde Ann-Kathrin von Prittwitz mit ihrem neuen Pferd Clarens. Sie konnte sich zudem in der A*-Dressur an vierter Stelle behaupten. In der A**-Dressur wurden Monika Heiseke und Don Zweite.
Über einen Sieg freute sich einmal mehr Alice Brilmayer mit Dream a little Dream. Sie gewann ein L-Springen. Im M*-Springen wurde Alice Sechste, Marlies Struck mit Angel's Kiss Vierte. Im L-Glücksspringen wurde Lea Marie Tapper mit Cosima Zweite, freute sich zudem über Platz vier im A**-Springen.
Unsere jüngste Starterin in Bockleben war Inken-Mathea Gausmann (Foto). Sie hatte Sungirl gesattelt und wurde von Caja Wohlfeil geführt. Die kleine Reiterin wurde Zweite in der Führzügelklasse. Lilja Wohlfeil gewann mit Do-it den Reiter-WB, Thora Louise Schreiner mit Roxana den Reiter-WB-Trab. Schwester Marie Elisa avancierte mit dem Pony zur besten Jugendlichen des Kreisreiterverbandes (KRV) bei diesem Turnier: Platz vier im Dressurreiter-WB, Platz zwei im Springreiter-WB und Platz drei im Geländereiter-WB bedeuteten den Gesamtsieg in der kombinierten Wertung.


 
Foto und Text: Daniela Muchow

Zwei Siege für Stefan Schütte / Marlies Struck reitet ihr erstes S*-Springen

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Nahrendorf. Ultimative Premiere für unsere Milse: Marlies Struck ist in Nahrendorf mit Angel's Kiss ihr erstes S*-Springen geritten – und hat es mit einem Abwurf fast in die Platzierung geschafft. Im Feld der 40 Starter, von denen lediglich fünf fehlerfrei blieben, rangierte die Groß Gusbornerin mit ihrem Ergebnis als zweite Reserve an 16. Stelle. Auch wenn sie ganz schön weiche Knie gehabt hatte, „ich möchte am liebsten gleich nochmal“, schwärmte sie am Tag darauf, wo sie noch ein Punktespringen der Klasse M* absolvierte. Gelegenheit zum „nochmal“ hat Milse ja unter anderem am 6. September bei unseren Reitertagen in Dannenberg.

Ohne Heimvorteil lief es für Stefan Schütte mit Esmeralda (Foto) in Nahrendorf mal wieder richtig gut. Das Paar wurde Dritter in einem L-Springen und gewann sowohl eine Abteilung der Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse L als auch ein Abteilung des M*-Punktespringens. Als einziger hat Stefan dort einen kurzen Weg von Sprung zwei zu drei genommen. Ein bisschen zerknirscht hingegen, dass sie an einer Stelle einen zu langen Weg geritten und so wertvolle Sekunden verloren hatte, war Alice Brilmayer. Sie wurde mit Dream a litte Dream Vierte in der zweiten Abteilung des M*-Prunktespringens. In einem Stilspringen der Klasse L war sie zuvor bereits Dritte geworden. Und Lea Marie Tapper (RFV Dannenberg) wurde Fünfte im A**-Springen für Junioren und Junge Reiter.

Text und Foto: Daniela Muchow