Topp! Für unsere Milse geht es hoch hinaus

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Springreiterin ist für die Sportlerwahl der EJZ, des KSB und der Sparkasse nominiert.
"Das ist unglaublich.“ Und wahrscheinlich kann sie es selbst kaum fassen: Unsere Marlies „Milse“ Struck ist mit ihrer Stute Angel's Kiss in der Saison 2014 von Erfolg zu Erfolg geflogen. Und dabei in Höhen vorgestoßen, die einem schon beim Zuschauen weiche Knie bekommen lassen. Mitte Juni in Suhlendorf ist der Groß Gusbornerin das erste Glanzstück gelungen: Das Paar hat ein M**-Springen mit Siegerrunde gewonnen. Erstmals durfte sie in einem Springen dieser Kategorie die Ehrenrunde anführen. „Ich bin das ja noch gar nicht so oft geritten“, erklärte sie bescheiden.
Und dann legte Marlies im August noch einmal so richtig nach: In Nahrendorf ist sie mit Angel's Kiss ihr erstes S*-Springen geritten – und hat es mit einem Abwurf fast in die Platzierung geschafft. Im Feld der 40 Starter, von denen lediglich fünf fehlerfrei blieben, rangierte die Groß Gusbornerin mit ihrem Ergebnis als zweite Reserve an 16. Stelle. Auch wenn sie ganz schön weiche Knie gehabt hatte, „ich möchte am liebsten gleich nochmal“, schwärmte sie am Tag darauf. Kein Problem: Nur zwei Wochen später flog sie mit Angel's Kiss zu Platz vier im Großen Preis von Hagen. „Ich kann heute bestimmt gar nicht schlafen“, sagte sie danach. Das war einfach zu aufregend gewesen, um die Anspannung einfach so herunterzufahren. Denn die Reiterin und ihre Stute konnten bei ihrem zweiten S*-Springen überhaupt eine Topleistung abrufen. Mit einer sauberen Runde im Umlauf hatte sich Marlies für das Finale der besten sechs Paare qualifiziert, um dort noch einmal einen Nullfehlerritt hinzulegen.
Nun wurde Marlies für die Sportlerwahl der Elbe-Jeetzel-Zeitung Lüchow, des Kreissportbundes Lüchow-Dannenberg sowie der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg nominieert. Wir gratulieren herzlich und drücken die Daumen!!!
 

 
Marlies Struck
Angel's Kiss
RFV Dannenberg
Erfolge 2014: Sieg im M**-Springen Mitte Juni in Suhlendorf, Bronzemedaille der Springreiter bei den Kreismeisterschaften Mitte Juli in Lüchow, Platz vier im Großen Preis von Hagen (S*-Springen mit Stechen) Ende August.

Knapp am Bundesfinale vorbereigeschrammt

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Reitschule Dannenberg: Platz zwei beim Schulpferdecup in Wolfsburg
dam Dannenberg. "Letztes Jahr Platz Drei, dieses Mal Zweite. Im kommenden Jahr muss es doch klappen." Ganz hat Ausbilderin Nanette Kaiser das kleine Drama im Halbfinale des Schulpferdecups noch nicht verdaut. Und auch, wenn Marie Elisa Schreiner, Rebana Voß, Sophie Rückmann und Miriam Weber mit ihren Preisen für den zweiten Platz für die Kamera lächeln - es war mehr drin gewesen. "Ganz realistisch. Wir wussten, dass wir es dieses Mal hätten schaffen können", bilanziert die Trainerin.
Neun Mannschaften waren in Wolfsburg bei einem von drei Halbfinals des PM-Schulpferdecups angetreten. In zwei Abteilungen wurde gewertet. Jeweils die Sieger, der Stall Renschler aus Heidgraben bei Hamburg und der Reiterhof Monika Schreiber aus Krempermoor in Schleswig-Holstein, qualifizierten sich für das Bundesfinale auf der Equitana in Essen, der weltgrößten Pferdemesse. Das Team der Reitschule Dannenberg hatte die drittbeste Punktzahl, wurde Zweiter in der A-Gruppe. Und es war denkbar knapp gewesen. Mit einer Gesamtpunktzahl von 158,8 lagen die Mädchen nur 0,8 beziehungsweise 1,2 Punkte hinter den Toppmannschaften. "Das sind zwei falsche Antworten in der Theorie gewesen", erklärte Nanette Kaiser.
Dabei hatte ihr Kleeblatt bis auf die misslungene Theorieprüfung an diesem Tag nur wenig Nerven gezeigt. Gleich beim Auftakt im Springen hatten die Vier auf den zur Verfügung gestellten Pferden Maßstäbe gesetzt, konnten die besten Wertnoten des Tages im "Leichten Sitz" einheimsen. Miriam Weber, Sophie Rückmann und Rebana Voß erhielten in diesem Teilbereich Wertnoten von 8,2 und besser. "Und dies, wo die Tiere bei den Reitern zuvor abgegangen waren", berichtete die Trainerin. Auch reiten Schreiner und Voß aktuell meist noch Ponys und keine Großpferde wie beim Halbfinale. Auch die Dressur, wo Rebana Voß, die zum zweiten Mal am Halbfinale teilnahm, von den Richtern eine 8,0 erhielt, lief nicht schlecht. Dennoch: Im Fragen-Antwort-Spiel schnitt Dannenberg mit 8,0 als schlechteste Gruppe ab.
Beim abschließenden Vormustern konnte Marie Elisa Schreiner zumindest den zweiten Platz noch wieder herausholen. Sie hatte offensichtlich einen guten Draht zu dem fremden Pferd und erhielt mit einer 8,5 die zweitbeste Tagesnote in dieser Disziplin. Im kommenden Jahr wollen die Mädchen wieder am Schulpferdecup teilnehmen, zumindest drei von ihnen. Sophie Rückmann ist nach drei Teilnahmen hintereinander im Halbfinale für die Serie 2015/2016 nicht zugelassen. Zum aktuellen Schulpferdecup sind im vergangenen Jahr übrigens bundesweit 22 Qualifikationsturniere mit mindestens fünf Teams veranstaltet worden. Nach Marbach und Wolfsburg findet am kommenden Sonntag in Münster das dritte und letzte Halbfinale statt.


Foto: Urheber des Fotos ist unbekannt

Auch wenn es nicht fürs Bundesfinale reichte, Trainerin Nanette Kaiser (v.l.) freute sich mit Marie Elisa Schreiner, Rebana Voß, Sophie Rückmann und Miriam Weber über den zweiten Platz in einer Abteilung des  Halbfinales des Schulpferdecups in Wolfsburg.

Männerreitstunde in Warendorf

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Sieger der Ü-35-Schulpferdereiter aus der Reitschule Dannenberg bekamen Lehrgang

dam Dannenberg. Das wurde eine richtige Männerreitstunde. Michael Schulz sowie Dr. Christian Lang vom Team der Reitschule Dannenberg lösten Mitte Januar ihren Gewinn des PM-Cup für Ü-35-Newcomer ein. Die Siegermannschaft der Kategorie Ü-35-Wiedereinsteiger aus Neumünsterin Schleswig Holstein bestand aus drei Herren. Die Reiter hatten bei der Serie des Schulpferdecups der Persönlichen Mitglieder der FN speziell für Erwachsene, die im vergangenen Jahr startete, einen dreitägigen Lehrgang auf der Reitanlage von Ludwig Schulze-Niehus in Freckenhorst bei Warendorf gewonnen. Da die Dritte im Bunde der Dannenberger, Nicole Henke-Büdenbender verletzungsbedingt nicht mitreisen konnte, blieben die fünf Männer in den Trainingseinheiten unter sich.

Es wurden drei intensive Tage, in denen die Reiter pro Tag zwei Reitstunden in Dressur und Springen erhielten. Dabei, erklärte Dannenbergs Trainerin Nanette Kaiser, hätten sich ihre Reitschüler auch auf neue Rahmenbedingungen einstellen müssen. Denn die Halle von Ludwig Schulze-Niehus ist mit 20 mal 80 Metern doppelte so lang wie die heimische Trainingsstätte. Da erfordern die Wege von Sprung zu Sprung schon ein bisschen mehr Konzentration und vor allem Kondition. Dazu kam das Versorgen der Pferde sowie Theoriestunden. „Die Runde abends wurde sehr schnell klein“, schmunzelte die Ausbilderin. „Auf jeden Fall war es eine tolle Sache“, resümierte Kaiser, die an einem Tag ebenfalls mitgeritten ist, „in dem Stall gibt es jede Menge gute Schulpferde, die zum Teil bis S ausgebildet sind.“ Gewinnbringend, aber auch ein wenig anstrengend waren die Tage für die reitenden Männer also.

Wenn die Gruppe den weiteren Hauptpreis einlöst, wird auch Nicole Henke-Büdenbender wieder mit von der Partie sein: Denn zusätzlich haben die Dannenberger von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) eine Reise zu den Europameisterschaften in Aachen im August im Wert von 1000 Euro erhalten.

Auf dem Foto zu sehen: Gastgeber und Ausbilder Ludwig Schulze-Niehus (v.l.), Dannenbergs Schulpferdereiter Dr. Christian Lang und Michael Schulz sowie deren Trainerin Nanette Kaiser.

Auf dem Foto zu sehen: Gastgeber und Ausbilder Ludwig Schulze-Niehus (v.l.), Dannenbergs Schulpferdereiter Dr. Christian Lang und Michael Schulz sowie deren Trainerin Nanette Kaiser.

Foto: A. von Hartmann

Kommet ihr Hirten ...

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Weihnachtsreiten in der Reitschule Dannenberg

dam Dannenberg. Graupel ließ kurz vor dem Fest kurzzeitig erahnen, was Winter ist. Das war es aber auch. In der Halle der Reitschule Dannenberg hingegen landeten zahlreiche Schneeflocken, wie es sich für diese Jahreszeit gehört. In vielen Abteilungen zeigten die Reitschüler aller Altersklassen den Familien auf der Tribüne ihr Können. Schneeflöckchen, Hirten, Weihnachtsmänner, Geschenkesäcke und zahlreiche Engel drehten ihre Runden, kommentiert von Christa Westermann und Nanette Kaiser, die die Gelegenheit nutzten, sich bei den Helfern für diesen Nachmittag zu bedanken. Dessen krönender Abschluss war natürlich die Einfahrt des Weihnachtsmannes mit einer Kutsche, der Geschenke an die Kinder verteilte.

Auch ein Schaf, ein Hirte sowie Maria mit dem Jesuskind fanden den Weg in die Reitschule. So kam bei allem Glitzer, ein Pony war sogar mit einer kleinen Lichterkette geschmückt worden, der Urgedanke des Weihnachtsfestes nicht zu kurz. Das war ganz im Sinne von Christa Westermann, die am Heiligabend ihren 70. Geburtstag feiert. Sie sprach sich nachdrücklich dafür aus, dass das Pferd als Partner, „auf das wir uns einzustellen haben“, und nicht als Sportgerät wahrgenommen werden soll. In Zeiten von vielen Unterhaltungsmedien und Kontakten via sozialen Netzwerken sieht die Dannenbergerin das Miteinander, wie es im Reitsport und seinen Vereinen noch gepflegt wird, das besonders wichtig an. Und ohne die passionierte Zucht, erklärte Westermann den Zuschauern, hätten die Freizeitsportler kaum die passenden Pferde zur Verfügung. Dazu präsentierte sich beispielhaft Familie Rumfeld aus Fließau in der Bahn. Heiko und Andrea sowie ihre Töchter Theresa und Karina ritten dem Publikum vier Pferde, die zum Teil erfolgreich auf Turnieren vorgestellt werden, aus der eigenen Zucht vor.

Chance ergriffen

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Tabea Jungmeister ist neue Fähe

Dannenberg. „Auch in diesem Jahr ist es kein Rüde geworden. Aber es waren ja auch verdammt wenig Rüden dabei“, bemerkte Jörg-Ulrich Stute, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Dannenberg, als er die alten und neuen Fähen zur abschließenden Kaffeetafel in der Reitschule Dannenberg begrüßte. Gerade einmal drei Herren hatten sich in den beiden Feldern mit insgesamt 30 Reitern befunden und waren bei der Hatz nicht wirklich zum Zuge gekommen. Dafür sicherte sich Linus Weiß den ersten Preis für die meisten gesammelten Fähnchen vor Anna Ellerhausen und Marie Elisa Schreiner.

Die neue Würdenträgerin ist mit Tabea Jungmeister aus Seybruch erneut eine recht Junge. Die 23-Jährige konnte ihrer Vorgängerin Josefina Burmester (16 Jahre) aus Hitzacker nach längerem Spektakel, das erneut mehr als hundert Gäste verfolgten, die Lunte von der linken Schulter reißen. „Damit gerechnet habe ich nicht“, erklärte Jungmeister. Für sie und ihre Stute Fenja war es die erste Jagd überhaupt, „und ich bin stolz, dass dies so gut geklappt hat“. Stolz war auch Caja Wohlfeil (12 Jahre) aus Dannenberg. Sie sicherte sich die Würde des Ponyfuchses. „Zuerst wollte ich ja. Dann eigentlich nicht mehr. Und dann war ich irgendwie dran“, berichtete die junge Fähe.

Wie die abschließenden Hatz hatte sich die gesamte Fuchsjagd den Zuschauern präsentiert: ohne Hektik und sehr diszipliniert. „Beide Felder verdienen einen Applaus, wie harmonisch es abgelaufen ist“, betonte Vorsitzender Stute. Es war bei dem knapp 20 Kilometer langen Ritt lediglich zu einem Zwischenfall gekommen. Aber das entlaufene Pferd konnte eingefangen werden, die heruntergefallene Reiterin kam mit dem Schrecken davon. „Ich fand, es war ein sehr schöner Jagdtag“, erklärte Jugendfähe Caja Wohlfeil und erntete damit durchweg Zustimmung.

Tabea Jungmeister (2.v.r.) ist die neue Fähre des RFV Dannenberg. Sie ist nachfolgerin von Josefina Burmester (r.). Neue Jugendfähe wurde Caja Wohlfeil (l.). Sie entriss Lea Marie Tapper die Lunte.

Tabea Jungmeister (2.v.r.) ist die neue Fähre des RFV Dannenberg. Sie ist nachfolgerin von Josefina Burmester (r.). Neue Jugendfähe wurde Caja Wohlfeil (l.). Sie entriss Lea Marie Tapper die Lunte.